über David Stützel

David Stützel mit Laute, auf Schlosss Seehaus

David Stützel
mit Laute, auf Schlosss Seehaus

David Stützel..

ich bin musiker, (quer)denker, mensch, obertonsänger/stimmakrobat, klangkünstler, multiinstrumentalist, instrumentenentdecker/bauer/erforscher..
halte seit über 10 jahren instrumentenkundevorlesungen, z b an der musikhochschule trossingen, leite chöre – die hauptsächlich osteuropäische, balkan, roma und georgische musik machen – unterrichte verschiedene instrumente, gebe konzerte, halte vorträge, leite kurse – zum beispiel improvisation, obertongesang, singende säge, auf allem möglichen spielen, flötenbau..

ich spiele u a gitarre, laute, saxofon, klarinette, flöten – in verschiedensten richtungen und spieltechniken, wie quer, kerb, pan, kaval, persische ney.. – cello, klavier, bluesharp, aber auch schläuche, rohre, tassen, töpfe, gummibänder, löwenzahn, sägen, strohalm…

seltene und seltsame gesangstechniken sind auch ein gebiet das mich schon lange beschäftigt, vorallem solche aus tuva, der mongolei, tibet.. kehl-, oberton-, unterton,- jodel,- und ähnliche gesangstechniken singe ich und versuche ich seit vielen jahren zu verstehen: ethnologisch, physikalisch, physiologisch…

genauso ist es mit seltsamen spieltechniken auf musikinstrumenten, die meistens nicht vorgesehen waren beim bau oder der entwicklung der instrumente aber viel aufschluss geben darüber wie anders instrumente oft funktionieren als man zunächst denkt… so interessiere ich mich sehr für multiphonics auf verschiedensten instrumenten, mehrklänge aus eigentlich einstimmigen klangerzeugern, aber auch andere/falsche/ungewöhnliche spieltechniken, die häufig auch mit obertönen, untertönen, differenztönen zu tun haben…

aus all dem habe ich auch so meine eigenen ideen und theorien darüber wie manches funktioniert und wie viele dinge unter einander zusammen hängen.. z b gibt es interessante verbindungen zwischen den verschiedene instrumenten und spieltechniken und auch gesangstechniken weil es natürlich physikalische verwandschaften gibt… aber auch zu tonsystemen und stimmungen, historischen wie aussereuropäischen – auch ein besonderes langjähriges interessengebiet von mir – und der frage was überhaupt intervalle, skalen, tonleitern, tonsatzregeln sind, wo sie herkommen, mit was sie zusammen hängen…

6 Antworten auf über David Stützel

  1. Ira Tremmel sagt:

    Hallo,
    bin sehr beeindruckt von dem Ave Maria mit der Säge, das ich in Youtube gefunden habe. Oft passiert es mir (als totalem Anfänger), dass Obertöne rauskommen statt der eigentlich gewollten. Würde gerne wissen wann und wieso das passiert. Habe es noch nicht herausgefunden aber vielleicht finde ich ja hier einen Tip?

    Schonmal vielen Dank im Voraus fuer eine Antwort

    Beste Gruesse
    Ira Tremmel

    • david sagt:

      Hallo Ira,

      dann streichst du entweder zu weit oben oder unten für den jeweiligen ton..
      probier es aus: es gibt für jeden ton einen bereich wo man ihn streichen kann, dass ist im bereich des “wendepunktes” der s-förmig gebogenen säge.. wenn man weiter oben oder unten streicht kommt irgendwann nichts mehr oder höhere andere töne..
      gruß
      david

      • Ira Tremmel sagt:

        Hallo David,

        wow – super! Besten Dank auch. Das mit dem Schraubenzieher ist ja genial. So einfach (und passend ;-)) und viel einfacher als ohne.

        Ist es eigentlich sehr kompliziert, die Obertöne gezielt einzusetzen, so wie du beim Ave Maria? Bei mir ist das ja immer eher so ein Versehen und bisher sehe ich noch nicht allzuviel System dabei wann was fuer ein Oberton rauskommt bei welcher angestrichenen Stelle…

        Viele Gruesse
        Ira

        • david sagt:

          Hallo Ira,

          normalerweise ist man als sägenspieler froh wenn keine “obertöne” rauskommen :)
          für mehr müsste ich einen längeren text schreiben, oder besser ein video machen, oder du müsstest bei mir Sägenunterricht nehmen… das ist ein echt sehr spannendes Thema, und eben auch etwas komplex..
          das sind die wahren “Musical Saw Secrets”..
          strenggenommen ist obertöne der falsche begriff, weil man da die obertöne der obertonreihe erwartet, mit bestimmten intervallen und zahlenverhältnissen.. bei der säge sind die Intervalle und Zahlenverhältnisse zwischen den verschiedenen Schwingungsmoden (so müsste man es richtig nennen) nicht fest. sowohl die stellen an denen sich die verschiedenen töne streichen lassen ändern sich mit der biegung, als auch die Intervalle.. den abstand zwischen der esten und zweiten schwingungsmode kann ich bei manchen tönen von einer kleinen sekund bis zu einer großen terz verändern.. bei dem ave maria das du gesehen hast habe ich die erste und dritte schwingungsmode benutzt, die auch beweglich zu einander sind, aber grob im bereich einer oktav liegen… das müsste man wirklich vormachen, so versteht man es warscheinlich nicht..
          gruß
          david

  2. maren sagt:

    http://www.tangoyim.de/texte.php

    schau mal, der hat auch aschotschela und so …

    drücker
    maren

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